Nachdem der Abend sehr sternklar war, musste ich das neue Equipment mit der Barlowlinse einfach schnell ausprobieren. Der Mond im Zenith und M42 im Orion genau im Süden waren ideal zu Testen. Ein wenig mit verschiedenen Belichtungszeiten und ASA-Einstellungen rumgespielt – auch mit und ohne Mondfilter probiert. Wahnsinn wie hell das Ding ist. Dann das Teleskop auf M42 gerichtet und … genau nix gesehen. Hab versucht mit längere Belichtungszeiten zu variieren, aber alles sehr ungeplant und nicht wirklich mit Hand und Fuß. Man muss aber auch sagen, dass es auf der Terrasse sehr sehr hell ist und hier nicht wirklich gute Bedingungen für Astrofotografie herrschen – mit Dobson ohne Nachführung ist das schon ein ziemlicher Scheiß.

Conclusio: hat gestern nicht gepasst – ABER das Ergebnis ist schon mal viel besser als zuletzt. Da ist nach oben hin noch jede Menge Platz.

Belichtungszeit 1/250, 100 ASA, Mondfilter

Belichtungszeit 1/100, 100 ASA, Mondfilter

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Gotcha !

Nach einem sehr „fruchtbaren“ Dialog mit einem Mitarbeiter von Astroshop.de, dürfte ich jetzt wirklich endlich das richtige Equipment für einfache Astrofotografie haben – verschreien wir es nicht, aber es schaut im „Trockentraining“ schon mal sehr gut aus. Die Sachen waren zwar nicht gerade billig, aber nun sollte alles passen.

Eine 2″-Barlow-Linse steckt im Okularauszug und auf der Linse über einen T2-Ring dann die DSLR.

 

Vor 2 Wochen habe ich ein paar Testfotos nach Norden gemacht – das Objekt die Spitze eines Hochspannungsmasten, der lt. Googlemaps exakt 580m entfernt ist. … und das ist dieser Mast !

Un hier das Ergebnis: das rechte Foto wirkt um Klassen besser und schärfer, obwohl man schon auch sagen muss, dass das Wetter am linken Foto nicht so gut war, wie am rechten Foto. Und man darf auch nicht vergessen, dass das Teleskop am offenen Fenster gestanden ist, nicht ausgekühlt war und da gab es natürlich jede Menge an thermischen Luftverwirbelungen. Also man darf gespannt sein auf das 1. wirkliche Astrofoto von einem Objekt am Himmel.

Okularauszug

Schon seit Jahren frag ich mich, ob mein Okularauszug nicht defekt ist – irgendwie lässt sich das alles zu leicht drehen, dauernd verschiebt sich der Fokus …

Heute hatte ich dann plötzliche eine Idee, Werkzeug geholt, den kompletten Okularauszug ausgebaut und zerlegt … und dann sah ich schon den Fehler. Eine Inbus-Schraube, die das Stellrad in die Passung presst, war nicht angezogen.

Jetzt passt wieder alles und die nächste wolkenlose Nacht kann ruhig kommen.

der komplett zerlegt Okularauszug

 

Unter der großen Feststellschraube ist der Inbus zu erkennen, mit dem das Stellrad in die Passung gepresst wird.

Last Light Reinfall

Nachdem der Stefanitag großteils mit blauen Himmel und wolkenlos über die Bühne ging, schleppte ich gegen 18.00 Uhr Teleskop, DSLR und Objektivkoffer auf die Terrasse: „Last Light 2018“ sollte stattfinden. Das Hauptaugenmerk war aber, mit der DSLR ein paar noch nie gemachte scharfe Fotos zu schießen. Dazu hatte ich 3 Objekte auserkoren, die sehr gut zu sehen waren: Mars hoch im S, die Plejaden hoch im O und M31 genau im Zenith.

Lange Rede, kurzer Sinn: kompletter Reinfall, zumindest bez. der Astroaufnahmen. Konnte nicht mal Mars in den Sucher der Kamera bekommen, geschweige denn ein Foto schießen. Irgendwo ist da ein „Mega-Wurm“ drinnen. Das beginnt schon daran, dass das Teleskop nach der Reinigung des Hauptspiegels nicht mehr ganz „rund“ arbeitet. Ich muss mir das jetzt im Winter der Reihe nach alles anschauen und die Probleme lösen.

Zu den Beobachtungen:

  • Mars: sehr schön orange sichtbar, aber wegen der oben erwähnten Probleme, faktisch keine Scheibe sichtbar. Hab dann sogar versucht mit dem neuen Filter zu experimentieren, aber alles war zu unüberlegt, zu unausgereift.
  • Plejaden: mit freien Auge, oder im Feldstecher schön anzusehen – im Teleskop relativ unspektakulär.
  • M31: wenigstens durfte ich mich an der 2,5 Mio. LJ entfernten Andromedagalaxie hoch erfreuen. Schon ein eigenartiges Gefühl zu wissen, wie lange diese Photonen unterwegs waren, um dann meine Netzhaut zu reizen.

Marsopposition 2018

Zuerst Mal den frisch geputzten Hauptspiegel neu eingestellt und dann an Jupiter getestet. Ehrlich gesagt merke ich jetzt nicht den großen Unterschied, obwohl Jupiter sehr gut zu beobachten war, Ob das am Spiegel, oder an meiner Euphorie gelegen hat, kann ich nicht sagen. Auf jeden Fall waren die 4 großen Monde sehr gut zu erkennen.

Und dann kam der Mars dran … orange Scheibe einwandfrei erkennbar, nur leider keinen weißen Polarbereich erkannt. Weiß aber nicht, ob das am Teleskop gelegen hat, oder am derzeit wütenden globalen Sandsturm, der dort oben „rumbläst“. Dadurch, dass Mars sehr im S steht, könnten auch atmosphärische Störungen verantwortlich sein.

Zum Schluss auch noch den Saturn beobachtet.

Fazit: leider den Adapter für Okular-DSLR zu Hause vergessen, somit waren keine DSLR-Foto durch das Newton möglich. Auf jeden Fall ist mir jetzt klar, wie ich auf der DSLR im Live-Modus das Objekt super scharf stellen kann. Genau das war ja immer das Problem früher und daher wird die nächste Beobachtung sehr interessant werden.

Jupiter mit seinen Monden

Mars

Reinigung des Hauptspiegels

Da der Hauptspiegel meines Newtons verschmutzt war, habe ich diesen mal ausgebaut und gereinigt. Dazu müssen unten beim Spiegel ein paar Schrauben gelöst werden und dann kann der Spiegel in seiner Fassung aus dem Tubus genommen werden. Eine Schraube weigerte sich beharrlich und konnte nur mit viel MOS-Spray und Geduld geöffnet werden.

der „dreckige“ Spiegel

der „blitz-blanke“ Spiegel

Blick durch den Tubus mal in die andere Richtung

Mondfinsternis

Trotz Bewölkung das 1. Mal mit dem Dobson auf meinem Beobachtungsplatz gesiedelt. Und es hat sich gelohnt. Der Mond ging während der Totalität auf und der Austritt aus dem Erdschatten war ausgezeichnet zu beobachten. Zusätzlich haben noch Jupiter, Saturn und auch noch der Mars das ganze Schauspiel untermalt. Fotografiert wurde hauptsächlich mit der DSLR, bzw. mit dem Handy durch das Newton, wobei das alles anderes als befriedigend ist.

Vor der Beobachtung auch zwei Bauern kennengelernt, die dort die Felder bestellen. Das war mir insofern wichtig, damit es in Zukunft keine Schwierigkeiten dort vor Ort gibt. Dieses Mal auch genügend Wasser und ein Insektenmittel am Mann und daher auch keine Probleme mit den Viechern gehabt.

Mond in der Totalitätsphase

Mond mit Jupiter

Austritt aus dem Kernschatten