Here comes the sun

Mit dem gelernten Praxiswissen der letzten 3 Tage habe ich mich mal auf die Sonne gestürzt. War leider gleich ein Reinfall, denn ich konnte das Gestirn per LiveView auf der DSLR nicht scharf stellen. Mittler weilen weiß ich, welchen (Denk)Fehler ich begangen habe. Hoffe ich kann mir das in den nächsten Tagen nochmals anschauen.

 

Mondjagd mit DSLR 2.0

Mit den Erkenntnissen aus 2 Beobachtungen der letzten Abend, machte ich mich daran, heute den Mond per Teleskop und DSLR zu fotografieren. Der Plan war ca. 20 Fotos vom Mond zu machen und diese dann mit FITSWORK zu stacken.

Problem 1: der Vollmond war um 2100 noch nicht sehr hoch am Himmel, so dass ich meinen ursprünglichen Platz hinten am Pool am Technikraum nicht umsetzen konnte. Daher wurde als Beobachtungsplatz einfach die Wiese neben der Terrasse gewählt, wo ich einen sehr guten Blick auf den Mond hatte, aber auch das Teleskop- & Kamera-Equipment auf der Poolüberdachung ablegen konnte.

Problem 2: wollte zuerst den Mond scharf stelle, nur zeigt sich im LiveView der DSLR kein Mond am Display. Hab ein paar Einstellungen probiert, aber leider keine Besserung. Erst heute (2 Tage später), weiß ich warum: auf der DSLR war bei Blende 9 eine Belichtung von 1/200 eingestellt – da siehst du natürlich nur schwarz. D.h. heißt beim nächsten Mal weiß ich dann, wie ich den Mond super scharf einstellen kann. Hab jetzt zum Scharfstellen einfach ein paar Testfoto gemacht und diese mir am Display angeschaut. Wie sich später herausgestellt hat, war das aber nicht wirklich scharf, d.h. hier sollte mit LiveVew das besser gehen.

Problem 3: meine DSLR zeigte bei Blende 9 und 1/250 Belichtung und 100 ISO mal nur einen schwarzen Schirm. Komischerweise waren das aber die Werte, die mir die Automatik präsentiert hat. Nach rumprobieren bin ich dann auf folgende Einstellungen gekommen: Belichtung 1/160 bei 250 ISO – wollte nicht auf 100 ISO gehen, weil dann die Belichtung noch länger gedauert hätte.

Mit diesen Einstellungen dann in rascher Folge 29 Fotos gemacht.

Dann noch versucht den ganzen Mond mit 4 Sektorfotos aufzunehmen und diese dann später am Notebook zusammenzusetzen: 250 ISO mit 1/125 Belichtung. Hab das ganze 2x durchgeführt.

FITSWORK: mir ein wenig Hilfe aus dem Internet geholt, dann 13 Fotos (von 29) eingelesen, 3 Krater pro Foto identifiziert und den Stack-Vorgang gestartet. Anschließend das Foto noch im LR nachgearbeitet. OK, war mein 1. Stacken des Erdtrabanten, aber „umgehaut“ mich das jetzt nicht. Liegt vl. aber auch daran, dass ich einfach die Schärfe nicht korrekt einstellen haben können.

Mit FITSWORK dann noch probiert aus den 4 Sektorfotos ein ganzes Foto zu erstellen – komischerweise hat das bei dem 1. Durchlauf überhaupt nicht funktioniert, dafür beim 2. Durchlauf konnte ich 3 von 4 Fotos zusammenstellen. Nur Foto 4 mit dem Südpol drauf, konnte ich nicht scharf integrieren. Vl. klappt es beim nächsten Mal.

Mondjagd mit DSLR 1.0

Die ganze Aktion war dank dieser tolle Homepage www.mondfotografie.de super vorbereitet. Um 2030 im Garten gestanden und zuerst die richtige Blende und die richtige Belichtung bei 100 ASA gesucht. Bei F/9 und 1/160 war dann meiner Meinung nach das Optimum erreicht, den Autofokus nochmals gedrückt, dann deaktiviert und in schneller Folge 20 Fotos im RAW-Format erstellt.

Als ich dann die Fotos in das Notebook kopiert habe, zeigte sich der Mond „superscharf“ … ABER auch „superklein“. Bei meinem 85mm-Zoom hat der Mond am Foto ganze 170 x 170 Pixel 😦 … das kann man leider so vergessen. War aber trotzdem eine gute Übung.

Stacken

Während Corona hat man ja sehr viel Zeit – daher den SO damit verbracht mich in das Thema „Stacken“ einzulesen, ein paar YT-Videos geschaut, Software installiert und die DSLR gecheckt. Der Plan war die Theorie am Abend in die Praxis umzusetzen. Aber dieses Mal nicht mit dem Dobson, sonder nur mit der DSLR.

Ab ca. 21.00 Uhr war es dann einigermaßen finster, wobei aber der fast volle Vollmond das ganze Projekt fast scheitern ließ. Trotzdem weitergemacht. Also mit dem Stativ mit der DSLR und dem Drahtauslöser hinten bei der Gartenhütte im Mondschatten aufgestellt. Zuerst mit LiveView auf der DSLR die Venus fokussiert und scharf gestellt. Dann ein paar Testfotos von Orion (M42) gemacht, damit ich ca. weiß, was ich fotografiere –> durch den Sucher der Kamera kann man wirklich nur die ganz hellen Sterne und Planeten sehen.

Zuerst von Orion etwas mehr als 100 Fotos gemacht, dann zur Venus rübergeschwenkt, dort auch gute 100 Fotos gemacht und dann noch je 20 Fotos mit abgedunkelten Objektiv (Dark-Frames) und zusätzlicher kleinster Belichtung (Bias-Frames) erstellt.

Mit DeepSkyStacker wurden dann die Frames zu einem Bild gerechnet und mit Adobe Lightroom noch nachbearbeitet.

Fazit: es war viel zu hell (fast Vollmond), aber vom Ablauf hat es schon mal gestimmt. Muss mir aber noch überlegen, wie ich die Flat-Frames erstelle. Und komischerweise zeigt sich bei einer Belichtung von 3,2s bereits ein leichter „Strich“ am Stern. Und diese scheiß „SKY-Blende“ muss ich irgendwie vom Objektiv bekommen – oder ich schau gleich nach einem 300er-Tele … mal schauen, was sowas kostet.

Sequenz 1 (Orion)

  • Canon EOS 50D, Objektiv EFS 17-85mm, MF
  • 85mm Brennweite
  • 110 Light-Frames: ISO 3200, Belichtung 3,2s, Blende 5,6
  • 20 Dark-Frames: ISO 3200, Belichtung 3,2s, Blende 5,6
  • 20 Bias-Frames: ISO 3200, Belichtung 1/8000s, Blende 5,6

Sequenz 2 (Venus in Plejaden)

  • Canon EOS 50D, Objektiv EFS 17-85mm, MF
  • 85mm Brennweite
  • 98 Light-Frames: ISO 3200, Belichtung 3,2s, Blende 5,6
  • 20 Dark-Frames: ISO 3200, Belichtung 3,2s, Blende 5,6
  • 20 Bias-Frames: ISO 3200, Belichtung 1/8000s, Blende 5,6

First Light der Barlowlins auf den Mond

Nachdem der Abend sehr sternklar war, musste ich das neue Equipment mit der Barlowlinse einfach schnell ausprobieren. Der Mond im Zenith und M42 im Orion genau im Süden waren ideal zu Testen. Ein wenig mit verschiedenen Belichtungszeiten und ASA-Einstellungen rumgespielt – auch mit und ohne Mondfilter probiert. Wahnsinn wie hell das Ding ist. Dann das Teleskop auf M42 gerichtet und … genau nix gesehen. Hab versucht mit längere Belichtungszeiten zu variieren, aber alles sehr ungeplant und nicht wirklich mit Hand und Fuß. Man muss aber auch sagen, dass es auf der Terrasse sehr sehr hell ist und hier nicht wirklich gute Bedingungen für Astrofotografie herrschen – mit Dobson ohne Nachführung ist das schon ein ziemlicher Scheiß.

Conclusio: hat gestern nicht gepasst – ABER das Ergebnis ist schon mal viel besser als zuletzt. Da ist nach oben hin noch jede Menge Platz.

Belichtungszeit 1/250, 100 ASA, Mondfilter

Belichtungszeit 1/100, 100 ASA, Mondfilter

Gotcha !

Nach einem sehr „fruchtbaren“ Dialog mit einem Mitarbeiter von Astroshop.de, dürfte ich jetzt wirklich endlich das richtige Equipment für einfache Astrofotografie haben – verschreien wir es nicht, aber es schaut im „Trockentraining“ schon mal sehr gut aus. Die Sachen waren zwar nicht gerade billig, aber nun sollte alles passen.

Eine 2″-Barlow-Linse steckt im Okularauszug und auf der Linse über einen T2-Ring dann die DSLR.

 

Vor 2 Wochen habe ich ein paar Testfotos nach Norden gemacht – das Objekt die Spitze eines Hochspannungsmasten, der lt. Googlemaps exakt 580m entfernt ist. … und das ist dieser Mast !

Un hier das Ergebnis: das rechte Foto wirkt um Klassen besser und schärfer, obwohl man schon auch sagen muss, dass das Wetter am linken Foto nicht so gut war, wie am rechten Foto. Und man darf auch nicht vergessen, dass das Teleskop am offenen Fenster gestanden ist, nicht ausgekühlt war und da gab es natürlich jede Menge an thermischen Luftverwirbelungen. Also man darf gespannt sein auf das 1. wirkliche Astrofoto von einem Objekt am Himmel.

Okularauszug

Schon seit Jahren frag ich mich, ob mein Okularauszug nicht defekt ist – irgendwie lässt sich das alles zu leicht drehen, dauernd verschiebt sich der Fokus …

Heute hatte ich dann plötzliche eine Idee, Werkzeug geholt, den kompletten Okularauszug ausgebaut und zerlegt … und dann sah ich schon den Fehler. Eine Inbus-Schraube, die das Stellrad in die Passung presst, war nicht angezogen.

Jetzt passt wieder alles und die nächste wolkenlose Nacht kann ruhig kommen.

der komplett zerlegt Okularauszug

 

Unter der großen Feststellschraube ist der Inbus zu erkennen, mit dem das Stellrad in die Passung gepresst wird.